Wo vor wenigen Jahrzehnten ein Mensch als Arbeitskraft noch völlig normal erschien, erledigt heute bereits eine Maschine diese Arbeit. Die fortschreitende Technisierung ist nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen präsenter denn je. Da insbesondere KI den Alltag vieler Menschen immer mehr verändert, setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Walther-Rathenau-Gymnasiums vor einigen Wochen mit diesem Wandel auseinander. Im Rahmen der sogenannten Wissenschaftswoche beschäftigte man sich unter dem Leitthema „Mensch und Maschine“ mit dem gesellschaftlichen Umschwung unserer Zeit.
Hierzu erarbeiteten Kleingruppen unter den verschiedensten Leitfächern, die von Kunst bis zur Biologie reichten, eine wissenschaftliche Fragestellung. Um diese umfassend beantworten zu können, waren die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang vom Unterricht befreit, was eine detaillierte Auswertung der Materialien ermöglichte. Diese wurden anfangs durch die Betreuungslehrkräfte zur Verfügung gestellt, konnten aber durch Fachliteratur der Bibliothek der THWS, Gespräche mit Experten oder visuelle Quellen weiterführend ergänzt werden.
Insgesamt verfolgt die Wissenschaftswoche nicht nur das Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, sondern auch wissenschaftliches Arbeiten kennenzulernen. So entstanden zur Beantwortung der erarbeiteten Leitfrage, die beispielsweise die Bedeutung von KI-generierter Kunst untersuchte, sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Während bei manchen Gruppen präzise Berechnungen im Vordergrund standen, versuchten sich andere daran, eine praktische Arbeit zu schaffen. Beispielsweise konstruierten zwei Schüler unter dem Thema „Prothetik“ ein Modell eines Exoskelettes, um dessen Funktionsweise zu verdeutlichen, während sich andere mit Aerodynamik und Strahlung in der Luftfahrt auseinandersetzen. Hierbei konnte unter Einbezug verschiedenster Berechnungen auf einige Formeln und Zusammenhänge geschlossen werden. Am letzten Tag wurden die Ergebnisse den anderen Elftklässlerinnen und Elftklässlern vorgestellt, bevor die gelungensten wissenschaftlichen Poster prämiert und abschließend der zehnten Jahrgangsstufe präsentiert wurden.




