Sommerkonzert der Walther-Rathenau-Schulen

Chor, Theater- und Tanz-AG verwandeln die Bühne in ein Mahnmal

Mensch 2.0 – unter diesem Motto brachten die Walther-Rathenau-Schulen am Abend des 11. Juni die Bühne des evangelischen Gemeindehauses zum Beben und Leben. Im diesjährigen Sommerkonzert, das Cynthia Pfeffermann leitete, standen die Themen Rassismus und insbesondere Antisemitismus im Mittelpunkt. Durch eine Mischung aus Musik, Tanz und Schauspiel legte die Veranstaltung künstlerisch den Fokus auf die Menschlichkeit. Die Theater-AG der Rathenau-Schulen spielte sowohl Szenen aus berühmten Stücken wie Schindlers Liste, aber auch eigens erdachte Szenen waren Teil des Abends. Für das packende Schauspiel waren die Leiterinnen der Theater-AG, Anne Eberhard und Claudia Feeser, verantwortlich.

Dabei ergänzten die Chorklassen unter Chorleiter Oliver Kunkel den Abend mit musikalischen Einlagen, wie zum Beispiel Lieder aus dem weltberühmten Film Die Kinder des Monsieur Mathieu. Auch sorgten die fünften und sechsten Klassen mit Begleitung von den beiden Solistinnen Sandra Vogel und Arina Michaelis zusammen mit Instrumentalisten durch Songs wie Thriller oder Smooth Criminal von Michael Jackson für die passende Stimmung, zusätzlich unterstützt durch Tanzeinlagen von Valentina Chavez Espinoza und Marina Kozlow.

Bemerkenswert ist auch, dass die für das Stück erforderliche Licht- und Tontechnik vollständig von der schuleigenen Technik-AG gesteuert wurde.

Nach einer kurzen Begrüßung seitens der Schulleiterin, Kerstin Petz, führte eine Schülerin in die Thematik ein, indem sie auf die Bedeutung der im Zentrum des Stücks stehenden weißen Rose als Symbol für den mutigen und friedlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus einging. Um die verheerende Situation der Juden im zweiten Weltkrieg auf der Bühne zu verbildlichen, wurden unter anderem Passagen aus Anne Franks Tagebuch vorgetragen. Zur Verarbeitung dieser sensiblen Eindrücke diente eine Pause, wonach vor allem Alltagssituationen im Vordergrund standen. Darin wurde deutlich, wie schnell Rassismus und Ausgrenzung unterbewusst auftreten.

Letztlich blieb vor allem die Warnung vor Diskriminierung und Rassismus sowie der Appell, eine Wiederholung solcher Ereignisse keinesfalls zuzulassen, bei den Zuschauern im Gedächtnis.

Jonas Bauer und Martina Brand, G11b