Readers are leaders
Rathenau-Schüler lesen gemeinsam für die Zukunft
Der bundesweite Vorlesetag, der jedes Jahr im November stattfindet, möchte die gemeinsame Kraft des Vorlesens und des Miteinanders fördern. Dabei sei jede Stimme, jede Sprache wichtig. Diese Idee des Vorlesetags wurde an den Walther-Rathenau-Schulen aufgenommen, jedoch entsprechend auf ein besonderes Projekt hin angepasst. Bei der Wahl der Lektüre wurde die englischsprachige Ausgabe der Serie „Little People. Big Dreams“ gewählt. Diese Kinderbuchreihe erzählt mit schönen Illustrationen die Biografien von herausragenden Persönlichkeiten: Nelson Mandela, Steven Hawking oder Jane Godall und Frieda Kahlo – um nur einige Namen zu nennen. Auch sie haben mal „klein“ angefangen und wurden weltweit zu inspirierenden Vorbildern. Gelesen wurde in kleinen Gruppen im Klassenzimmer, im Treppenhaus oder auch auf in den Gängen des Schulhauses. Diese gemeinsame „Leseauszeit“, bei der die 12. Klassen des Gymnasiums den 6. Klassen des Gymnasiums vorgelesen haben, war für die Schülerinnen und Schüler eine willkommene Abwechslung im Schulalltag.
Ein Teil dieser Bücher wurde inzwischen an die ghanaische Partnerschule „Baobab“ in der Nähe von Cape Coast verschenkt. Auch dort setzt man sich für Leseförderung ein. Dabei leisten drei Weltwärts-Volontäre aus Deutschland im Rahmen ihres Freiwilligen Dienstes einen wichtigen Beitrag. Aktuell lesen sie mit einer Lerngruppe das Kinder- und Jugendbuch „Boom Boom“ des nigerianischen Schriftstellers Jude Idada. Diese Bücher wurden von Unterstützern des „Rathenau“ gesponsert. Einen besonderen Höhepunkt dieses interkulturellen Leseprojektes wird es im Mai geben, wenn der Künstler die Rathenau-Schulen besucht, um von seiner Liebe zur Literatur, seinem Land und seiner Vision von der Welt zu erzählen.
Die Rathenauer Schulfamilie hat sich – allen Widerständen zum Trotz – zu einer starken Gemeinschaft entwickelt, die immer wieder Mut zeigt, neue Lernwege zu gehen. Nicht zuletzt auch, um das Wort „fair“ als konkreten Wert im Alltag vorzuleben. Gute Schule kann dann entstehen, wenn die Gesellschaft ihren Wert erkennt, sie aktiv unterstützt und Handlungsspielräume ermöglicht.





