Silas Nenninger, G 6a

 

Vorlesewettbewerb 2018 – Bezirksentscheid

„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“ (Fernando Pessoa)

Seit 1959 findet jährlich der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels statt, an dem sich bundesweit rund 570.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe aus über 7000 Schulen beteiligen. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen Lesefreude und Lesemotivation. Die teilnehmenden Kinder, die ihre eigene Lieblingsgeschichte vorstellen und anschließend einen ihnen unbekannten Text vorlesen, entdecken neue Bücher und stärken ihre soziale und sprachliche Kompetenz. Durch die selbständige Buchauswahl und die intensive Vorbereitung erweitern sie ihr Textverständnis, ihre Eigenständigkeit und ihre Medienkompetenz. Zudem fördert das Sprechen vor Publikum das Selbstbewusstsein und die Kommunikationsfähigkeit.

Nachdem sich Silas Nenninger (G 6a) in zwei Wettbewerben zunächst gegen die Mitschüler der eigenen Klasse und anschließend gegen die besten Leser der gesamten Jahrgangsstufe des Walther-Rathenau-Gymnasiums durchgesetzt hatte, qualifizierte er sich für den Stadtentscheid der weiterführenden Schulen, der am 08.02.2018 in der Buchhandlung „Collibri“ stattfand. Nach einer kurzen Inhaltsangabe las Silas eine etwa dreiminütige Passage aus dem von ihm gewählten Jugendbuch „Krabat“ von Otfried Preußler vor. In einem zweiten Durchgang meisterte er auch den unbekannten Text aus dem Werk „Wunder – Julian, Christopher und Charlotte erzählen“ (Raquel J. Palacios) so bravourös, dass Silas die Jury in den drei Bewertungskriterien Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl voll überzeugte.
Mit dem Gewinn des Stadtentscheids sicherte sich Silas die Teilnahme am Bezirksentscheid, der am 20.03.2018 in der Buchhandlung „Neuer Weg“ in Würzburg stattfand und an dem 12 Schüler/innen aus ganz Unterfranken teilnahmen. „Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie“ (J. Daniel) – entsprechend wählte Silas für den ersten Durchgang eine Textstelle aus Michael Endes Buch „Die unendliche Geschichte“. Sowohl seine Einführung als auch seine Lesekunst und die Textinterpretation überzeugten voll. Anschließend lasen alle Teilnehmer fortlaufend jeweils etwa eine Seite aus dem Werk „Mr Griswolds Bücherjagd: Das Spiel beginnt“ (Jennifer Chambliss Bertman) vor. Unglücklicherweise musste Silas eine reine Erzählpassage vortragen, so dass seine Fähigkeit der Stimm-Modulation und der lebendigen und eindrucksvollen Darbietung nicht voll zum Tragen kam.
Auch wenn er sich nicht für die Teilnahme am Landesentscheid qualifizieren konnte, zeigte Silas eine überaus beachtliche Leistung und vertrat unsere Schule vorzüglich. Er kann stolz auf sich sein!
(Elke und Dieter Kindermann)