Chinaaustausch 2013 (Greentown Yuhua-School Hangzhou)

 

 

 

26. Oktober

Wochenlang haben wir darauf hin gefiebert. Und nun sollte unsere lang vorbereitete, aber doch ungewisse Reise starten. In dem bereits überfüllten Zug kamen wir ohne Verspätung am frühen Nachmittag am Flughafen Frankfurt an. Nach der Kofferabgabe stand uns nichts mehr im Wege, unsere hungrigen Bäuche bei McDonalds, Starbucks & Co. zu füllen. Ein letztes Mal wurden noch besorgte und Glück wünschende Worte mit den Eltern ausgetauscht und dann hieß es auch schon "zai jian" (Auf Wiedersehen) Deutschland!

 

27. Oktober

Der erste Eindruck war überwältigend. Nach der Ankunft am Flughafen von Shanghai ging es mit dem Bus nach Hangzhou. Auf unserer 3-stündigen Busfahrt kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles wirkte gigantisch. Die Straßen wurden nicht auf 2 Spuren befahren, wie in Deutschland, sondern hier gab es 4-6 spurige Fahrbahnen. Häuserblöcke und Wolkenkratzer standen dicht an dicht. Trotz der Müdigkeit siegte die Aufregung und ließ uns alles mit großer Neugier erwarten. Endlich am Campus angekommen, wurden wir auch schon von unserem Austauschschüler und den zuständigen Lehrkräften der Partnerschule empfangen. Nebenbei wurden wir herzlich mit dem deutschen Kult-Song "99 Luftballons" von Nena begrüßt. Nun ging alles ganz schnell. Koffer und Chinese/sin suchen, und schon trennten sich für heute unsere Wege zu den jeweiligen Gastfamilien.

Elisa & Nele

28. Oktober

Der heutige Tag war für uns ein sehr wichtiger Tag! Heute lernten wir einen neuen Teil der chinesischen Kultur kennen.

Dafür mussten wir uns schon um 8:00 Uhr an der Green-Town-Yahua-School treffen. Mit dem Bus fuhren wir zu dem Qin-Qin-Campus. Dort angekommen begrüßten uns die Chinesen besonders freundlich und führten uns zum großen Eingang der Schule. Überall konnte man prächtigen Schmuck und Dekoration erkennen. Die deutschen Schüler teilten sich in Gruppen auf und besichtigten den Campus. Besonders haben uns die sportlichen Aktivitäten gefallen, wie beispielsweise die Karate-Vorführungen. Diese Sportart ist in China sehr verbreitet. Des Weiteren konnte man Tanzaufführungen der chinesischen Schüler besuchen, die zum Teil sehr spektakulär und sehenswert waren. Vor dem Mittagessen in der Kantine, das um 11:30 Uhr stattgefunden hat, haben ein paar Schüler ihren eigenen Fächer mit chinesischen Schriftzeichen bemalt. Nach dem Essen fuhren wir gemütlich zurück zur Green-Town-Yahua-School, wo wir noch mal eifrig für unseren Auftritt am bunten Abend probten. Am späten Nachmittag wurde jeder Schüler von seiner Gastfamilie abgeholt. Abends sind wir in die Karaoke Bar gegangen. Wir hatten dort viel Spaß und amüsierten uns gut.

Leon Hofmann & Hannes Homm


29. Oktober

Am Morgen sind wir müde in der Schule in Hangzhou angekommen, wo heute das Sportfest auf dem Programm stand. Es gab 100, 200, 400 und 800 Meter Läufe sowie Kugelstoßen, Weitsprung und Hochsprung. Eine für die Gruppe wichtige Disziplin war der Staffellauf, bei dem man gut zusammenarbeiten muss. Die Chinesen haben nahezu alle ersten Plätze belegt. Semih hat eine Bronze- und Anna eine Silbermedaille gewonnen. Insgesamt sind der Morgen und der Mittag ein Erfolg gewesen. Am Abend war noch das Kulturfest, bei dem wir auch aufgetreten sind. In Dirndl und Lederhose brachten wir mit Walzer und Line-Dance das Publikum zum Staunen. Schüler aus anderen Ländern haben oft Hymnen oder Lieder gesungen. Kevin performte "The A-Team" von "Ed Sheeran". Sein Auftritt wurde vom Rest der Gruppe tatkräftig unterstützt. Nach unzähligen Fotos mit den Einheimischen gingen wir mit unseren Partnern nach Hause.

Johannes Dotzel

30. Oktober

Heute hieß es für alle mal wieder früh aufstehen. Um 7:00 Uhr brachen wir mit der Klasse unseres Austauschpartners zu einer 2-stündigen Busfahrt auf. Unser Ziel war der „Keyan Scenic Spot“. Dies ist eine Art Parkanlage mit interessanten Bauten und verschiedenen Spaßattraktionen, wie zum Beispiel Autoscooter. Nach mehreren Stunden Aufenthalt ging es wieder zurück zur Schule. Dort bildeten sich deutsch-chinesische Gruppen, die den Abend miteinander verbrachten. Die meisten gingen in Shoppingcentren und zur dortigen Eisbahn.

31. Oktober

Für die meisten von uns stand heute der "West Lake" auf dem Programm. Am West Lake gibt es viele verschiedene Attraktionen zu bewundern. Sei es die Wassershow oder die vielen Blumen, die aber leider schon im Frühjahr blühten. Nachdem wir den West Lake besichtigt hatten, durften wir in Gruppen in das nahegelegene Shoppingcenter. Zum Abschluss des Tages gingen die meisten gemeinsam zum Karaoke, wo es noch ein lustiger Abend wurde.

Hannah & Julia

01. November

Wir trafen uns um 9:00 Uhr früh am Eingang der Schule. Ausnahmsweise sind die Schüler pünktlich erschienen, dafür kamen die Lehrer mit einer halben Stunde Verspätung an der Schule an. Leider fiel die geplante Teekultur AG aus. Danach teilte uns Herr Eirich wesentliche Informationen über die weitere Chinareise mit. Anschließend, um 11:10 Uhr, wurde jedem von uns ein/e Schüler/-in der deutschsprachigen Klasse zugeteilt, mit dem/der wir dann Bekanntschaft schlossen. Nachdem wir uns unterhalten hatten, fing auch schon die erste gemeinsame Schulstunde an, Biologie. Obwohl wir nicht viel von dem Stoff der 12ten Klasse verstanden - „es wurde chinesisch gesprochen“ - hat es uns allen sehr viel Spaß gemacht. Als die erste Stunde beendet war und niemand in der Schulmensa essen wollte, beschlossen wir zum Fast-Food-Restaurant KFC zu gehen und dort zu Mittag zu essen. Nach eineinhalb Stunden gingen wir zurück in die Schule, um den deutschsprachigen Unterricht zu besuchen. Als Erstes stellten uns die Schülergruppen anhand von Präsentationen verschiedene Arten von Partys vor. Die dritte Stunde, die wir mit der Klasse verbrachten, sollte eigentlich Physik sein. Doch der Lehrer hatte sich bereit erklärt statt regulärem Unterricht etwas anderes zu machen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir uns noch besser kennen lernen sollten. Nach einem kurzen Dialog stellte der chinesische Schüler seinen deutschen Interviewpartner vor. Uns beiden hat dieser Tag sehr gefallen und wir haben uns gut mit unserem Partner verstanden. Nachdem die Stunde endete, wurden wir um 16:00 Uhr von unseren Austauschpartnern abgeholt und haben gemeinsam etwas unternommen.

Kevin Scholl & Semih Oruc

02. November

Am letzten Tag in Hangzhou, der eigentlich noch einmal als Tag in der Gastfamilie geplant war, wollten wir noch etwas gemeinsam unternehmen. Also trafen sich alle Deutschen, deren Austauschpartner für diesen Tag nichts geplant hatten, um 9:00 Uhr an der Schule, um mit dem Bus zum Yu-Zei-Tempel am West-Lake zu fahren. Erstaunlicherweise konnten/wollten die chinesischen Austauschpartner nicht mit, sodass wir mit Ausnahme von zwei chinesischen Helferinnen unter uns waren. Dort angekommen wurden erst mal Fotos geschossen, danach konnten wir das Gebäude und die Tempelanlage besichtigen oder einfach nur entspannen. Die Rückreise zog sich etwas in die Länge, da der Busfahrer eine Ausfahrt verschlafen hatte und wir somit eine Extrarunde um den See fahren mussten. Danach hatten wir noch die Möglichkeit in der Souvenirstraße etwas zu essen und einzukaufen. Wieder zu Hause packten wir dann die letzten Dinge in den Koffer und gingen ins Bett.

Simon Böhnlein

03. November

Um 7:50 Uhr brachen wir mit dem Bus in Richtung Shanghai auf. Nach einem Gruppenfoto und dem mühseligen Verstauen der Koffer in unserem Bus starteten wir. Auf halbem Wege legten wir eine kurze Rast ein und nach weiteren eineinhalb Stunden kamen wir am Restaurant an, in dem wir gleich etwas aßen. Am Mittag fuhren wir zum Yu-Garten, einem großen, schön gebauten Garten mit vielen Tempeln und Teichen mit vielen Fischen. Anschließend ging es zur Nanjing-Road. Wir bekamen ein paar Stunden Freizeit, die die Meisten zum Shoppen und Besichtigen der größten Einkaufsstraße Chinas nutzten. Zum Abschluss ging es noch zum Bund, der Skyline Shanghais, wo wir wundervolle Fotos der Hochhäuser und Türme, die in den verschiedensten Farben leuchteten, machten. Erschöpft kamen wir gegen Abend dann in unserem Hotel an. Nach dem wir im naheliegenden Supermarkt eingekauft hatten verkrochen sich nach und nach alle in ihren Zimmern und der Tag war zu Ende.

Tim Breunig

04. November

Nach dem Frühstück im Holiday Inn machten wir uns auf den Weg zum Jin Mao Tower, wo wir mit dem Aufzug in das oberste Stockwerk fuhren. Von dort hatten wir einen sehr beeindruckenden Ausblick auf die Skyline von Shanghai. Wenn man sich in die Mitte von diesem Stockwerk begab, konnte man durch eine Glasscheibe ganz runter bis auf die erste Etage blicken. Dies muss für jemanden mit Höhenangst ein ziemlich schwindelerregender Anblick sein, da der Tower 88 Stockwerke besitzt. Nachdem alle genügend Fotos gemacht hatten und ein paar von uns ihr Kleingeld an einem dieser Automaten, an denen man versucht, mit einem Kran ein Kuscheltier zu angeln, verspielt hatten, fuhren wir mit dem Bus weiter zu einer Perlenfabrik. Dort erklärte uns eine Chinesin, wie die Perlen aus den Muscheln entfernt werden, welche Muscheln man verwendet und aus welchen Gewässern sie kommen. Im Anschluss daran wurde uns Schmuck, welcher aus diesen Perlen gefertigt wird, gezeigt. Weil ein Teil davon großzügig um 40% reduziert war, kauften viele von uns Ketten, Ohrringe oder auch Armbänder als Mitbringsel oder Geschenk für Verwandte und Freunde oder für sich selbst. Nach dem Mittagessen in einem Restaurant ging es weiter zum Shanghai-Museum. Peter, unser Guide, gab uns dort die Wahl, entweder das Museum zu besichtigen oder in Gruppen auf die nahegelegene Shopping Street zu gehen. Die meisten entschieden sich kurz einen Blick auf die Ausstellung des Museums zu werfen, die hauptsächlich aus Relikten der chinesischen Kultur bestand und dann den Rest der Zeit mit Shopping zu verbringen. Anschließend fuhren wir zum Bahnhof, um von dort mit dem Nachtzug nach Peking weiter zu reisen.

 

Sophia

06. November

Den letzten Tag unseres China-Aufenthalts verbrachten wir in der Stadt Peking und ihrer Umgebung. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel fuhren wir zuerst zum Olympiastadion, wegen seines Aussehens auch "das Vogelnest" genannt. In ihm fanden 2008 die olympischen Sommerspiele statt. Die äußere Hülle des Stadions bildet ein 42.000 Tonnen schweres verschlungenes Stahlgerüst. Zum Fotografieren konnten wir für einige Minuten den Bus verlassen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Sommerpalast, einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Pekings. Er liegt etwas außerhalb von Peking und ist ein Musterbeispiel für chinesische Architektur. Der Sommerpalast diente dem Kaiser an heißen Tagen als Schutz vor der Hitze, er war also sein Erholungs- und Rückzugsgebiet. Zwei Drittel der Anlage bestehen aus einem See (Kunming-See). Der Sommerpalast zählt zu den Höhepunkten der chinesischen Gartenkunst. Auch hier hatten wir genügend Zeit um schöne Fotos zu machen. Bevor wir uns auf den Weg zur chinesischen Mauer machten, stärkten wir uns in einem Restaurant und verzehrten chinesische Spezialitäten. Die Chinesische Mauer ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Sie ist über 8.000 Kilometer lang. Wir konnten es natürlich nicht lassen, die chinesische Mauer zu besteigen.

Unseren letzten Tag ließen wir gemütlich in einem Restaurant – mit Peking-Ente - ausklingen.

Dominik Pfeiffer & Leonie Fischer