Schulverfassung vom 16.09.2008

in der vom Schulforum am 16.10.2013 beschlossenen Fassung

I.

Ziel der Verfassung ist die Identifikation mit unserer Schule, die stärker als andere interkulturell geprägt ist. Die Schulverfassung gibt Richtlinien vor, an denen sich jedes Organ der Schule orientiert. Sie gelten als Anhaltspunkte für alle Mitglieder der Schulfamilie (Schüler, Eltern, Lehrer, Verwaltung). Die Schulverfassung soll der Schaffung einer harmonischen Atmosphäre innerhalb der Schule dienen. Sie leistet einen Beitrag zur Rechtssicherheit sowie zur Umsetzung des Leitbildes unserer Schule.

  1. Die Walther-Rathenau-Schulen setzen sich zusammen aus einem Gymnasium und einer Realschule, die gleichberechtigt unter einem Dach vereint sind.
  2. Das Walther-Rathenau-Gymnasium hat die Ausbildungsrichtungen naturwissenschaftlich-technologisch und wirtschaftswissenschaftlich. Die Walther-Rathenau-Realschule hat die Ausbildungsrichtungen naturwissenschaftlich, wirtschaftswissenschaftlich und sprachlich / künstlerisch.
  3. Die Schulleitung vertritt die Interessen dieser kommunalen Schulfamilie insgesamt nach innen und außen. Ihr obliegt damit auch die Öffentlichkeits- und insbesondere Pressearbeit.
  4. Die Schule verfügt über eine Sternwarte und Astronomie als Unterrichtsfach.
  5. Eigeninitiative, Vielfalt und Individualität besitzen einen hohen Stellenwert an den Rathenau-Schulen. Dies spiegelt sich unter anderem in den zahlreichen Wahlfächern und Arbeitskreisen (Tutoren, Suchtprävention etc.) wider.
  6. Partnerschulen in Brasilien, China, Frankreich und Finnland erweitern den Horizont und die Internationalität.
  7. Eine eigene Streitschlichtergruppe sorgt für gewaltfreien Umgang im Schulalltag.
  8. Rabi-Cater, eine moderne Mensa, sowie die Elterninitiative stellen die Verpflegung der Schüler und Lehrer sicher.
  9. Unsere Schulen haben sich dem Konzept der bewegten Schule verpflichtet, um körperliche und seelische Gesundheit anzustreben.

II.

  1. Respektvolles, soziales und faires Verhalten zwischen den Schülern soll zu einem angenehmen Arbeitsklima führen. Dazu gehört auch die Einhaltung von Gesprächsregeln, insbesondere den gerade Sprechenden ausreden zu lassen. Es sollte zunächst stets untereinander, nicht übereinander gesprochen werden.
  2. Jeder ist angehalten, sich für den bestmöglichen Umgang zwischen den Schülern mit Hilfsbereitschaft und Zivilcourage einzusetzen. Das Erlernen von konstruktivem Konfliktverhalten ist eines unserer vorrangigen Erziehungsziele.
  3. Niemand darf aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Persönlichkeit diskriminiert werden. Fälle von Mobbing (u.a. Cyber-Mobbing) müssen angesprochen werden.
  4. Jegliche Anwendung von Gewalt beeinträchtigt ein friedliches Zusammenleben und muss deshalb geahndet werden.
  5. Jeder Schüler muss das Eigentum der Schule und das seiner Kameraden so sorgfältig behandeln wie sein eigenes.

III.

Die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern basiert auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen, welche die wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit darstellen.

  1. Die Lehrer haben Vorbildfunktion. Schüler und Lehrer nehmen Rücksicht aufeinander, zeigen gegenseitigen Respekt und pflegen einen höflichen Umgang untereinander.
  2. Psychischer Druck und Bloßstellungen durch Lehrer oder Schüler stellen Respektlosigkeiten dar und haben an unseren Schulen nichts zu suchen. Die Schüler haben ein Anrecht auf abwechslungsreichen und anschaulichen Unterricht, aber auch die Verpflichtung, sich aktiv, bereitwillig und konzentriert auf diesen einzulassen. Von beiden Seiten werden Fairness, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen und Handlungen erwartet.

IV.

  1. Eltern sollten eine kooperative und aufgeschlossene Haltung gegenüber der Schule einnehmen sowie an schulischen Projekten und Aktivitäten teilnehmen. Die von der Schule angebotenen Informationsmöglichkeiten wie zum Beispiel Elternsprechtage, Elternabende und Sprechstunden müssen von den Eltern wahrgenommen werden.
  2. Gemäß dem Elternvertrag nehmen diese bei sich entwickelnden oder bereits bestehenden Problemen Kontakt mit der Schule und hier zunächst mit der betreffenden Lehrkraft auf. Probleme zwischen Lehrern und Schülern sollten nicht durch Schuldzuweisungen, sondern lösungsorientiert behandelt werden.