Schulverfassung vom 16.09.2008

geändert durch Beschluss des Schulforums am 10.01.2018

I. Identifikation mit unserer Schule

Ziel der Verfassung ist die Identifikation mit unserer Schule. Die Schulverfassung gibt Richtlinien vor, an denen sich jedes Organ der Schule orientiert. Sie gelten als Anhaltspunkte für alle Mitglieder der Schulfamilie (Schülerinnen, Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Verwaltungskräfte). Die Schulverfassung soll der Schaffung einer harmonischen Atmosphäre innerhalb der Schule dienen. Sie leistet einen Beitrag zur Rechtssicherheit sowie zur Umsetzung des Leitbildes unserer Schule.

  1. Die Walther-Rathenau-Schulen setzen sich zusammen aus einem Gymnasium und einer Realschule, die gleichberechtigt unter einem Dach vereint sind.
  2. Das Walther-Rathenau-Gymnasium hat die Ausbildungsrichtungen naturwissenschaftlich-technologisch und wirtschaftswissenschaftlich. Die Walther-Rathenau-Realschule hat die Ausbildungsrichtungen naturwissenschaftlich, wirtschaftswissenschaftlich und sprachlich / künstlerisch.
  3. Die beiden Schulen leiten ihre Schülerinnen und Schüler zu einem selbstständigen und eigenverantwortlichen Gebrauch digitaler Medien an.
  4. Die Schule trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Eine große Mehrheit der Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Verwaltungskräfte sowie des Elternbeirats hat sich im Schuljahr 2016/17 dafür ausgesprochen. Daher treten alle Mitglieder der Schulfamilie couragiert gegen jegliche Form von Rassismus ein.
  5. Am 22.12.2014 wurde der Schule der Titel „Fairtrade-School“ verliehen. Die Schule setzt sich deshalb für die weitere Verbreitung dieses Fairtrade-Gedankens innerhalb der Schulfamilie und darüber hinaus ein.
  6. Am 18.01.2018 erhielt unsere Schule als eine von bundesweit zwölf weiterführenden Schulen das Nachhaltigkeitszertifikat des IfN (Institut für Nachhaltigkeitsbildung, Münster). Deswegen bestimmt das Nachhaltigkeits-Prinzip auch künftig unser Handeln.
  7. Eigeninitiative, Vielfalt und Individualität besitzen einen hohen Stellenwert an den Rathenau-Schulen. Dies spiegelt sich unter anderem in den zahlreichen Wahlfächern und Arbeitskreisen (Tutoren, Schulsanitätsdienst, Streitschlichter, Suchtprävention etc.) wider.
  8. Die Schule verfügt über eine Sternwarte und Astronomie als Unterrichtsfach.
  9. Der musische Schwerpunkt wird insbesondere in den Chorklassen beider Schulen betont.
  10. Partnerschulen in Brasilien, China und Frankreich erweitern den Horizont und die Internationalität.
  11. Pausenverkauf, eine moderne Mensa, sowie die Elterninitiative „Gesundes Pausenbrot“ stellen die Verpflegung der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sicher.
  12. Unsere Schulen folgen dem Konzept der bewegten Schule, um körperliche und seelische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

 

II. Verhalten zwischen Schülerinnen und Schülern

  1. Respektvolles, soziales und faires Verhalten zwischen den Schülerinnen und Schülern soll zu einem angenehmen Arbeitsklima führen. Dazu gehört auch die Einhaltung von Gesprächsregeln, insbesondere die gerade Sprechenden ausreden zu lassen. Es sollte zunächst stets untereinander, nicht übereinander gesprochen werden.
  2. Alle sind angehalten, sich für den bestmöglichen Umgang zwischen Schülerinnen und Schülern mit Hilfsbereitschaft und Zivilcourage einzusetzen. Das Erlernen von konstruktivem Konfliktverhalten ist eines unserer vorrangigen Erziehungsziele.
  3. Niemand darf aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Persönlichkeit diskriminiert werden. Fälle von Mobbing (u.a. Cyber-Mobbing) müssen angesprochen werden und Konsequenzen nach sich ziehen.
  4. Jegliche Anwendung von Gewalt beeinträchtigt ein friedliches Zusammenleben und muss deshalb geahndet werden.
  5. Jede Schülerin und jeder Schüler muss das Eigentum der Schule und das der Kameraden so sorgfältig behandeln wie das eigene.
  6. Aktionen wie „Schüler helfen Schülern“ (Nachhilfe durch die SMV organisiert) und „Die bunte Runde“ (Gesprächskreis von Schülerinnen und Schülern zur Förderung von Kameraden mit Migrationshintergrund) fördern das soziale Miteinander.

 

III. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte

Die Beziehung zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften basiert auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen, welche die wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit darstellen.

  1. Die Lehrkräfte haben Vorbildfunktion. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nehmen Rücksicht aufeinander, zeigen gegenseitigen Respekt und pflegen einen höflichen Umgang untereinander.
  2. Psychischer Druck und Bloßstellungen durch Lehrkräfte, Schülerinnen oder Schüler stellen Respektlosigkeiten dar und haben an unseren Schulen nichts zu suchen. Schülerinnen und Schüler haben ein Anrecht auf abwechslungsreichen und anschaulichen Unterricht, aber auch die Verpflichtung, sich aktiv, bereitwillig und konzentriert auf diesen einzulassen. Von beiden Seiten werden Fairness, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen und Handlungen erwartet.

 

IV. Zusammenarbeit mit den Eltern

  1. Alle Erziehungsberechtigten nehmen eine kooperative und aufgeschlossene Haltung gegenüber der Schule ein und stellen sicher, dass ihre Kinder an allen verpflichtenden schulischen Projekten und Aktivitäten (Klassenfahrten, Schwimmunterricht, etc.) teilnehmen.
  2. Die von der Schule angebotenen Informationsmöglichkeiten wie zum Beispiel Elternsprechtage, Elternabende und Sprechstunden sollten von den Eltern wahrgenommen werden.
  3. Gemäß dem Elternvertrag nehmen diese bei sich entwickelnden oder bereits bestehenden Problemen Kontakt mit der Schule und hier zunächst mit der betreffenden Lehrkraft auf. Probleme zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sollten nicht durch Schuldzuweisungen, sondern lösungsorientiert behandelt werden.