Das Jüdische Museum Berlin am Rathenau
 
Am 11. Oktober 2011 war das Jüdische Museum Berlin (JMB) im Rahmen einer mobilen  Ausstellung und interaktiven Workshops, die vom 10. bis zum 14. Oktober 2011 in Bayern an fünf ausgewählten Schulen stattfinden, zu Gast an den Walther-Rathenau-Schulen in Schweinfurt.
Die Rathenau Schulen hatten sich bereits im Juni 2011 auf eine Ausschreibung des JMB hin beworben und prompt den Zuschlag unter vielen anderen sich ebenfalls bewerbenden  bayerischen Schulen erhalten. Bedingung für eine eventuelle Auswahl und Berücksichtigung war gewesen, die eigene Schule möglichst interessant und als etwas Besonderes vorzustellen und zu präsentieren. Natürlich hat sicher der jüdische Namensgeber unserer Schule Walther Rathenau, ein Großindustrieller der Kaiserzeit und der bisher einzige jüdische deutsche Außenminister in der gesamten deutschen Geschichte dazu beigetragen, dass wir ausgewählt wurden, aber ganz sicher waren auch die vielen verschiedenen Nationen und Religionen, die unsere Schule unter ihrem Dach vereint, ein Grund für den Besuch des JMB.
Die Schüler konnten durch eine Ausstellung in der Aula der Schule an Hand einer Vielzahl von Objekten und Schriftstücken das Judentum - im wahrsten Sinne des Wortes - ergreifen und begreifen. Unter sachkundiger und geduldiger Anleitung der drei eigens angereisten Museumspädagogen des JMB Jasmin Bruck, Tanja Kinzel und Johannes Schwarz, wurde der Vormittag zu einem großen Erlebnis für alle beteiligten Schüler und Lehrer. Fünf robuste und flexible einsetzbare Ausstellungswürfel geben Einblick in die jüdische Geschichte und Lebenswelt. Alltagsgegenstände und Zeremonialobjekte behandeln die Themen „Jüdischer Alltag“, „Leben und Überleben“, „Chancen und Diskriminierung“ und „Feste feiern“. So verweisen zum Beispiel koschere Gummibärchen - mit dem Stempel des Rabbinats versehen -  auf die strengen jüdischen Speisegesetze.
In den Workshops erfuhren die Schüler über jüdisches Leben in Deutschland nach 1945. Anhand von verschiedenen Lebenswelten und Schicksalen erarbeiteten sie selbst, wie viele  Juden nach 1945 dachten und wie  ihnen nach den schrecklichen Erfahrungen während des Dritten Reiches zumute war.
Wir danken dem JMB für einen lehrreichen und anschaulichen Besuch an unseren Schulen.  





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